Deshalb muss sexuelle Orientierung am Arbeitsplatz ein Thema sein

Sexuelle Orientierung ist mehr als Sex

Homosexuell, bisexuell oder heterosexuell zu sein, bedeutet aber nicht nur, mit einer Person des gleichen oder des anderen Geschlechts zu schlafen. Sondern auch zusammen zu kochen, zusammen etwas zu unternehmen, sich zu streiten, zusammen alt zu werden. Kurz: das Leben miteinander zu teilen.

«Was hast du am Wochenende gemacht?», «Warum bist du nach Zürich gezogen?», «Ist dein Mann Schweizer?» – Jeder Mensch hat das Recht, solche einfachen Fragen beantworten zu können, ohne zuerst innezuhalten und abzuwägen: «Wird meine Antwort einen negativen Einfluss auf meine Karriere haben?»

Trotzdem müssen Millionen von Menschen, die sich als lesbisch, schwul, bisexuell oder transgender (LGBT) identifizieren Tag für Tag immer wieder abschätzen, ob ihre Antwort vielleicht ihrer beruflichen Laufbahn schaden könnte.

Männer

Wie viele Menschen sind betroffen?

Auch heutzutage möchte nicht jeder in Umfragen die Wahrheit über seine sexuelle Orientierung preisgeben. Eine Umfrage der Dalia Research vom August 2016¹ mit 11 754 Menschen in der EU zeigte unter anderem folgendes:

  • Der Anteil der Menschen, die angeben, dass sie sich als LGBT identifizieren, liegt zwischen 7.4 Prozent (Deutschland) und 1.5 Prozent (Ungarn).
  • Bei den 14- bis 29-jährigen liegt dieser Anteil deutlich höher. Vor allem in Spanien (14 Prozent), im Vereinigten Königreich (12.3 Prozent) und in Deutschland (11.2 Prozent).

Andere Studien zeigen ähnliche Ergebnisse. Die meisten gehen von einem Anteil von etwa 10 Prozent aus.

http://hrtoday.ch/de/article/deshalb-muss-sexuelle-orientierung-am-arbeitsplatz-ein-thema-sein

Quellenangabe zu 10%