Alt und lesbisch – alt und schwul !

Alt und lesbisch – alt und schwul – diese Kombination hat es in sich.

Die Gefahr im Alter wegen der sexuellen Orientierung ausgegrenzt zu werden, ist sehr groß.

Homosexuelle Senioren haben oft einen langen und mühsamen Weg hinter sich, den sie zudem oft alleine gehen mussten. Ausgrenzungen und Diskriminierung, spätes „Coming-Out“*, Trennung von der Familie, Verlust von Freunden, für die Szene zu „alt“, für den Job schon immer zu „anders“. Es ist kein einfaches Schicksal, das die Betroffenen über Jahrzehnte begleitet. Das Resultat: Die wahre Identität bleibt dabei oft verborgen.

 

Folgen jahrelanger Diskriminierung

Homosexualität wurde früher nicht akzeptiert und viele haben sich aus Angst vor der Diskriminierung und Verfolgung ein Leben lang nicht öffentlich dazu bekannt. Daher fällt es einem Großteil der homosexuellen Senioren auch bis heute schwer, damit umzugehen.

Aus diesem Grund versuchen viele, ihren Lebensentwurf zu verbergen und leben „ihr“ Leben heimlich. Den jüngeren Generationen fällt das „Outing“* und offene Leben dagegen deutlich leichter. Doch die Diskriminierung in der Öffentlichkeit ist auch heute noch in allen Lebensbereichen vertreten und wird zum Teil auch toleriert ohne das aktiv dagegen angegangen wird.

Im Alter verstärken sich diese meist lebenslangen „Begleiterscheinungen“ homosexueller Biografien oft noch einmal.

Es klingt so banal wie verständlich: Auch in der traditionellen Altenhilfe fühlen sich Lesben und Schwule als Kunden, Klienten oder Bewohner nicht gut aufgehoben. Ängste vor Diskriminierung und/oder vor unsensiblen Pflegekräften, die mit dem Thema Homosexualität nichts anfangen können oder nicht sensibel darauf eingehen können, sind nicht unbegründet.

Was dabei droht, ist klar: Wieder kein Platz für das eigene Leben. Lassen Sie uns das gemeinsam ändern, ich unterstütze Sie dabei.